Ich habe viel Zeit damit verbracht meine Ängste zu ignorieren und zu meiden, dabei schleichen sie somit 24/7 neben dir her und sind dein ständiger Begleiter. Gewisse Ängste sind gut, sie geben uns Kraft, Motivation und Antrieb. Jedoch sollten wir jegliche blockierende Ängste einfach fressen und vergessen.

So tat es zumindest J.Gordon Lilly , ein ehemaliger US – Regierungsbeamter und FBI Agent. In seiner Biographie verrät er, er hatte in seiner Kindheit Angst vor Ratten, bis zu dem Zeitpunkt wo er eine fing, grillte und aß. So abscheulich es klingt, es funktionierte für ihn, tote Ratte gleich Ende der Angst.

Somit kam ich irgendwann ebenso zu dem Entschluss einen solchen Weg zu gehen, auch wenn Ratten nicht auf meinem Speiseplan standen. Ab sofort erinnerte ich mich mit der Phrase „friss die Ratte“ immer wieder daran das ich ein Fighter und Stehaufmännchen bin. Es funktionierte.

Unter anderem waren meine „Ratten“ die ich über die Jahre hinweg „fressen“ musste, die Ansgt vor Spinnen – nein, ich habe keine gegessen – , eine kurzzeitige Phase mit Angst vorm Autofahren, nachdem meiner Mum und mir in der Kindheit ein Müllwagen hinten reingefahren ist, die Angst zu sterben, sowie die Angst davor nach dem Tod meiner Eltern nicht weiterleben zu können. Diese Ängste blockierten mich teilweise insoweit, das ich mein volles Potential in meinen Wunschbereichen Studium oder Sport nicht entfalten konnte.

Wenn du dich damit teilweise identifizieren kannst, wird es Zeit dir beizubringen wie du die „Ratte“ zu „fressen“ lernst.

Wie du das schaffst ? Der erste Schritt ist es deine spezifischen Ängste zu identifizieren und die Gründe weshalb Sie da sind zu erkunden. Wirkliche Angst zu erfahren ist mehr als nur ein Gefühl. Es ist ein Glaubenssatz der durch deine in Stein gemeißelten Gründe – die besagen das das Ergebnis der Angst etwas sehr schlimmes bewirken wird – aufrecht erhalten wird.

Zum Beispiel haben Menschen mit Flugangst den festen Glaubenssatz dass Flugzeuge nicht sicher sind. Das bedeutet für Sie dass das Flugzeug mit Sicherheit abstürzen wird.

Dann gibt es Menschen die Angst vor Situationen in engen Räumen haben, oder davor einfach eingeengt zu sein. Dort glauben Sie dass Sie sich nicht mehr aus dieser Enge befreien können und beispielsweise deshalb denken Sie würden ersticken.

Ängstliche menschen vermeiden vieles.

Das ist das schlimmste was du tun kannst. Ängste und Situationen zu vermeiden wird diese Ängste nur stärken. Wenn du Sie bewältigen möchtest, musst du systematisch aufdecken wovor du wirklich Angst hast.

Hier gebe ich dir einige Schritte an die Hand um damit anzufangen:

7 TIPPS UM DEINE ÄNGSTE ZU VERNICHTEN

 

MACHE EINE LISTE

Gehe jede Angst durch, und beginne eine Liste zu jeder Angst. Beginne Sie mit dem was für dich am einfachsten wäre um der Angst entgegenzutreten, und beende Sie mit dem größten unvorstellbaren Schritt

Bei meiner Angst im Auto mitzufahren, hätte ich folgende Liste aufstellen sollen(war mir mit 6 leider noch nich bewusst) :

  • Das Auto sehen
  • Das Wissen das du das Auto zur Mitfahrt bei der Mutter betreten musst
  • das Auto fahren sehen
  • im stehenden Auto sitzen und sich der Situation bewusst werden
  • eine Autofahrt mit einer untertsützenden Person zusätzlich zum Fahrer machen
  • nur mit meiner Mutter als Beifahrer mitfahren

 

IDENTIFIZIERE FALSCHE GLAUBENSSÄTZE

Angst wird durch falsche Glaubenssätze angetrieben. Unser Handlungen werden jedoch immer unseren Glaubenssätzen folgen. Um deine Ängste zu überwinden, musst du deine falschen Glaubenssätze erkennen, also eindeutig identifizieren. Am Beispiel des Autos dachte ich nach dem Unfall, wir würden in jeder Kurve aus der Kurve fliegen und jedes andere Auto will mutwillig in uns hineinfahren. Diese Angst war irrational. Man kann mit dem Auto aus der Kurve fliegen, aber wie wahrscheinlich war das meine Mutter so unüberlegt fährt während ihr 6-jähriger Sohn mit im Auto sitzt, und überhaupt, wer fährt so riskant.

 

RELAXE

Wenn wir angsteinflößenden Situationen gegenüberstehen, signalisiert unser Sympathikus (Nervensystem ) unserem Gehirn das wir in einer echten und potentiellen Gefahrensituation stecken. Das versetzt uns in den Kämpf-oder-Flieh-Modus. Um runterzukommen müssen wir unserem Nervensystem klarmachen auf die Bremse zu treten. Das bedeutet ruhig und tief einatmen. Das hilft, also lerne und übe es regelmäßig. Mach es ab sofort bei jedem ersten Anzeichen von Angst.

 

MACH DEN ERSTEN SCHRITT

Schaue zurück auf deine erstellte Liste für die erste (oder vielleicht ja einzige) Angst die du angehen möchtest. Schau dir den ersten Schritt an, atme tief durch und setze ihn um, vermeide ihn nicht. Du kannst dir zu Beginn auch schon bei den ersten Schritten eine unterstützende Person zur Seite holen.

 

PUSHE DICH IN DIE EXTREMZONE

Bist du soweit das du die ersten Schritte gemacht hast, pushe dich weiter mit dem Gedanken das du schon bis hierhin gekommen bist, und gehe einen Schritt weiter ! Du wirst merken die vorherigen Schritte werden mehr und mehr normal für dich. Also ist es Zeit die Tür zu schließen, den Moto anzuschmeißen und die finale Strecke zu nehmen!

 

BEFREIE DICH VON SCHWARZ&WEISS-DENKEN

Blockierende Gedanken in dem Prozess den du gehen wirst sind unter anderem :

 

  • Schwarz und Weiß denken – du findest keine Mittelwege
  • Das Ergebnis „wissen“ – du gehst bei einer Sache direkt vom schlimmsten aus bevor du die Optionen abwägst
  • Negatives selbstzerstörerisches Denken – du putzt dich selber runter und fütterst deine Ängste

 

 

RISIKO

Die Wahrheit ist, egal wovor du Angst hast, du kannst es hinter dir lassen. Es passieren Fälle in denen deine Angst Eintritt, jedoch ist das ein Teil des Lebens. Jede Autofahrt zur Arbeit ist einem Unfallrisiko ausgesetzt, jeder Flug einem Absturzrisiko, es geht nie ohne. Denke einfach einmal an Dinge wo du weißt das du keine Angst vor hast, andere Menschen aber jedoch schon. Wenn du keine Flugangst hast, kümmert dich das Risiko des Absturzes nicht, da diese Angst einfach nicht da ist. Wenn deine Angst eintritt, musst du einfach analytisch überlegen was die beste Antwort darauf wäre um damit umzugehen. Welche Ressourcen hast du ? Welche deiner Stärken kannst du einsetzen um die Situation zu verbessern ? Auszuflippen, wird es nur schlimmer machen.

 

Um unsere Ängste zu überwinden, müssen wir Sie erfahren. Ich stieg auch immer wieder ins Auto , bis mir die Erfahrung anhand der massigen Beispiele beibrachte wie unwahrscheinlich all meine Ängste waren.

 

Sag mir, welche „Ratten“ hast du noch zu „fressen“ ? Was blockiert dich ? Schreibe es mir in die Kommentare weiter unten !

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